Hallo, Linux-Fans!

Ubuntu / Linux für Anfänger

Ziel: Klärung sprachlicher Schwierigkeiten, Linux-Fachbegriffe, Dateien und Programme erläutern, Entscheidungshilfen geben.

Wenn du den Beipackzettel von Medikamenten liest, wirst du von Fachbegriffen und möglichen Nebenwirkungen erst mal erschlagen. Dem Linux-Einsteiger ergeht es ähnlich. Wer oder was ist Debian? Was ist Gnome und was ist KDE? Und brauche ich das?

Meine Ausgangsposition:

Vor Jahren versuchte ich, bei Linux einzusteigen, habe das dann aber aufgegeben, weil Treiber fehlten, der Scanner nicht funktionierte, Programme nicht installiert werden konnten und die von Linux angebotenen Programme häufig noch in der Entwicklungsphase standen.

Jetzt ein neuer Versuch: Ich wollte meinen alten Computer als Sicherungsspeicher benutzen und dazu Linux benutzen. Das habe ich auch aufgegeben, denn wenn Linux abstürzt, dann hast du als Laie kaum eine Chance, das Programm wieder in Gang zu kriegen und dann sind auch deine Sicherungsdateien futsch. Möglicherweise könnte man sie mit Knoppix (eine der Linuxversionen) retten, aber das wollte ich nicht riskieren.

Ich habe einen neuen Computer, der mit Windows 7 läuft und Microsoft Word 2007 enthält und einen alten Computer mit zwei eingebauten Festplatten (40 GB und 80 Gb). Auf der einen Festplatte läuft Windows XP mit Microsoft Word 2000, auf der anderen Ubuntu Version 11.04 ( Ubuntu ist eine andere Linuxversion), mit der ich sehr zufrieden bin. Kurzfristig hatte ich Ubuntu Version 11,10 drauf und habe mich davon auch wieder getrennt, weil es zwar eine ansehnliche Desktop-Oberfläche hat, aber ich als Laie weniger Gestaltungsmöglichkeiten sah.

Beide Computer sind über einen Router (Funkverbindung WLAN ) mit dem Internet verbunden und könnten schon über Netzwerk mit einander kommunizieren, wenn Windows 7 sich nicht sperren würde. Bevor ich die Idee mit der Sicherung durch den alten Computer aufgab, habe ich mir überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, auch größere Dateien wie z.B. Musikstücke vom neuen auf den alten Computer zu übertragen.  Die Kommunikation zwischen Windows XP und Ubuntu klappt, weil beide Betriebssysteme auf dem gleichen Computer sind und Ubuntu die Dateien in Windows erkennt. Windows XP ignoriert allerdings Ubuntu weitestgehend. Theoretisch gäbe es folgende Möglichkeiten, wobei alles natürlich auch eine Kostenfrage ist:

  • USB-Speicherstift
  • CD / DVD
  • Externe Festplatte
  • Netzwerkverbindung – geht nur, wenn auf dem alten Rechner auch Windows 7 installiert ist. Wieweit Ubuntu damit zurechtkommt, weiß ich noch nicht. Ich vermute, dass es nicht funktioniert.
  • E-Mail – geht vermutlich, aber damit kannst du keine 1000 Musikstücke übertragen.
  • Cloud-Systeme / Internetspeicher – ist mir nicht privat genug.

 

Ich habe mir inzwischen eine externe Festplatte für die Sicherung von Dateien gekauft und benutze den alten Computer als Spielwiese. Ich hoffe, dass ich dir  hier beim Einstieg etwas helfen kann, auch wenn deine Bedingungen vermutlich ganz anders aussehen:

  • DSL-Modem oder Router: Mit einem DSL-Modem über Lan Kabelverbindung hat man vermutlich weniger Probleme, weil ein Router  häufig über WLan Funkverbindung läuft, die nicht immer sofort erkannt wird.
  • Kabelverbindung oder Funkverbindung
  • Ersatz des bestehenden Betriebssystems durch Linux: Nach dem Löschen bzw. Formatieren der Festplatte sucht sich Linux verschiedene Partitionen aus, in denen das Programm installiert wird. Dabei benutzt es seine eigenen Formatierungsformate.
  • Parallelinstallation von Windows und Linux auf einer Festplatte oder auf zwei Festplatten
  • Formatierungsverfahren für die Betriebssysteme
  • Primäre Partitionen
  • Alter des Computers – Rechenleistung – Grafikkarte: Von der Rechenleistung und der Grafikkarte kann es abhängen, ob Programme installiert werden können oder nicht. Auf meinem alten Computer erhielt ich nur verzerrte Internet Videos.
  • TV- Karte: soll auch von Ubuntu erkannt werden können, habe ich nicht ausprobiert.
  • Programme für Windows und / oder für Linux: Es gibt nicht viele Programme, die gleichzeitig unter Windows und Linux laufen, aber Mozilla Firefox läuft unter beiden Systemen. Sonst muss man bei jedem Programm gucken, ob es unter Linux läuft.

 

Formatierung der Festplatten

 

Parallelinstallation auf einer Festplatte ist nicht ganz unproblematisch. Wenn das Linux-System ausdrücklich eine Parallelinstallation zulässt, kannst du damit weitermachen. Ich gehe davon aus, dass schon vorher ein Betriebssystem installiert wurde. Wenn die Warnung erfolgt: Die gesamte Festplatte mit sämtlichen Dateien wird formatiert, sofort abbrechen. Sonst ist alles futsch. Bei zwei Festplatten ist unbedingt darauf zu achten, dass nur eine der Festplatten formatiert wird. Bei Windows werden die Festplatten mit Datenträger 0 und 1  und 2 und 3 bezeichnet. Dabei erhalten auch die Wechseldatenträger Zahlen, also z.B. das CD-Rom Laufwerk. Schaue genau, auf welchem Datenträger sich das Betriebssystem befindet, denn nun musst du die entsprechenden Laufwerke unter Linux finden,  die mit hda, hdb etc. bezeichnet werden. Wenn sich Partitionen darauf befinden, und das ist der Normalfall, werden sie mit hda1, hda2, hdb1 usw. bezeichnet. Jede Festplatte kann nur 4 primäre Partitionen enthalten, andere Partitionen können z.B. logische Laufwerke sein. In den primären Partitionen ist das Betriebssystem untergebracht, unter anderem auch der Master Boot Record (MBR).

Der Master Boot Record (kurz: MBR) ist bei BIOS-basierten Computern der x86-Architektur der erste Datenblock (512 Byte) eines in Partitionen aufgeteilten Speichermediums, wie beispielsweise einer Festplatte. Der MBR enthält eine Partitionstabelle, die die Aufteilung des Datenträgers beschreibt, und optional einen Boot-Loader, ein Programm, das ein Betriebssystem auf einer der Partitionen startet. (Wikipedia)

Ubuntu lädt beim Installieren den Grub Bootloader und bringt ihn auf der Festplatte unter, auf dem sich auch das andere Betriebssystem befindet, denn auch dieses muss ja mit eingebunden sein, um nachher die Wahl zwischen den Betriebssystemen zu ermöglichen. Alles andere wird auf der 2ten Festplatte untergebracht, die natürlich bei Linux auch oft mit Ext4 formatiert wird.



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